WilsonsBei hochwertigen ISO-Rollgewindebohrern handelt es sich um einen Gewindebohrertyp, der nach dem „Fließen“ des Metallmaterials durch Extrusion von selbst Gewinde bildet. Da der gesamte Prozess fast keine Eisenspäne enthält, spricht man auch von spanlosem Gewindeschneiden. Dieser Gewindebohrertyp eignet sich hervorragend für die Bearbeitung relativ „weicher“ und verformungsempfindlicher Metalle wie Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen und kohlenstoffarme Stähle. Die bearbeitete Gewindeoberfläche ist besonders glatt, mit höherer Festigkeit und weniger anfällig für Lockerungen. Daher ist es in Branchen mit hohen Anforderungen an die Fadenqualität, wie Automobile, Flugzeuge und Mobiltelefone, sehr beliebt.
ISO-Rollgewindebohrer bestehen normalerweise aus Schnellarbeitsstahl oder Hartmetall. Einige sind auch beschichtet, was man als bezeichnetISO-Rollgewindebohrer mit Beschichtung. Dadurch sind die Gewindebohrer verschleißfester und haben eine längere Lebensdauer. Bei der Verwendung dieses Gewindebohrertyps ist vor allem die Größe des Bodenlochs entscheidend. Er ist normalerweise kleiner als der Nenndurchmesser des Gewindes und das untere Loch muss perfekt rund und genau gebohrt werden; Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Gewinde beschädigt wird oder der Gewindebohrer im Loch abbricht.
Obwohl der Rollgewindebohrer eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit, eine gute Gewindequalität und eine lange Lebensdauer aufweist, stellt er relativ hohe Anforderungen an Werkzeugmaschinen und Betrieb. Tritt bei der Verarbeitung ein Fehler auf, lässt sich dieser nur schwer beheben. Daher eignet es sich besser für große Produktionsumgebungen mit hoher Nachfrage. Im Großen und Ganzen ist es wie ein „Präzisions-Kaltschmiedemeister“ in der Gewindeverarbeitung, der durch Extrusion gewöhnliche Löcher in solide und hochwertige Gewinde umwandelt.